1. Vaterlinie


auf Los geht’s los:

Diese Person, also ich, ist väterlicherseits hervorgegangen aus einer Familie von Bauern, die in der Gegend des heutigen Wuppertals ansässig war, genauer gesagt im damaligen Rittershausen.

Wie ich überhaupt da drauf komme, mich mit „so einem Kram“ zu beschäftigen? Nun, vor ein paar Wochen (Dezember 2009) hatte ich Besuch von meinem ältesten Bruder und seiner Frau. Und wie das anscheinend so ist, wenn man in die Jahre gekommen ist, kam das Gespräch auch auf unsere Vorfahren. Und nachdem mein Gedächtnis nicht das allerbeste ist, dachte ich, ich schreib mal ein bisschen was auf zu meiner Vergangenheit und dem Stall, dem ich entsprungen bin. Wer weiß, wozu es gut ist und vielleicht interessieren sich ja auch mal meine Kinder dafür.

Also, nach meinen letzten Informationen soll es um das Jahr 1000 herum einen Abspliss vom Gut Westkotten gegeben haben – das Gut Klingelholl. Die Familie Klingelhöller und die Familie Klingholz berufen sich beide auf die Abstammung von diesem Gut, aber das scheint alles ziemlich hypothetisch zu sein. Gesichert soll die Information sein, dass die Familie Klingholz 1521 das Gut Kemna in Rittershausen gekauft hat.

patrilineare Abstammung

 
Johann
????
1550
Johann Caspar 1522
1606
Conrad 1560
1645
Johann 1622
1702
Johann Caspar 1675
1760
Peter Caspar 1728 1799
Johann Wilhelm 1766
1848
Johann Wilhelm 1797 1861
Gustav Hermann
1820
1900
Hugo 1850 1920
Hugo
1889
1972
ich 1942 ????

Das Internet gibt da leider nicht viel her. Da gibt es in Oberbarmen einen Klingholzberg, „benannt nach einem Herrn Klingholz zu Rittershausen – Besitz erwähnt in einer Urkunde von 1580“, auf dem heute ein Jugendzentrum zu finden ist. Ferner fand ich einen Conrad Klingholz, der 1642 mit einem Gut in Rittershausen genannt wird. Dann bin ich auf die Seite „Notunterkunft Klingholzberg“ gestoßen und habe den Bericht von Manfred Voss mit großem Vergnügen und einem gewissen Neid gelesen und betrachtet. U.a. fand ich da diesen Hinweis: „Die Familie (Klingholz) errichtete in den 1880er Jahren erste Baracken-Unterkünfte …“ Vermutlich handelte es sich hier um Ewald Klingholz (1827-1912), den Bruder meines Urgroßvaters Gustav Hermann, der das Grundstück ersteigert haben soll.

Mein Urgroßvater Gustav Hermann, noch in Rittershausen geboren und seines Zeichens Privatier (hach!), zog irgendwann nach Essen um. Dort war mein Großvater später Chefarzt am Krankenhaus in Altenessen und dort wurde auch mein Vater geboren. Später zogen alle drei nach Bonn um, wo ich geboren wurde.

Stammbäume sind, soviel ich weiß, bei uns ausschließlich patrilinear angelegt. Ich habe mal in einer komischen Minute einen Gentest machen lassen (- übrigens vielleicht eine Methode um herauszufindfen, ob die Familie Klingelhöller und die Familie Klingholz gemeinsame Wurzeln haben). Dabei kam heraus, dass ich patrilinear von irischen und matrilinear von deutschen Kelten abstammen soll. Es muss da also ein Merkmal geben, das jeweils von Vater zum Sohn und von der Mutter zur Tochter zur Weitergabe an die eigenen Kinder vererbt wird. So habe ich zwar das entsprechende Merkmal meiner Mutter erhalten, konnte dieses Merkmal jedoch nicht an meine Kinder weitergeben. Für Frauen würde es also Sinn machen, einen matrilinearen Stammbaum anzulegen, falls das Anlegen von Stammbäumen überhaupt einen Sinn macht. Meine Mutter ist eine geborene Bochnig, ihr Vater war Kaufmann und betrieb eine Molkerei, eine Geflügelfarm und Gartenbau. Die Familie Bochnig kam ursprünglich wohl aus Schlesien.

So, mehr fällt mir im Moment (Dezember 2009) nicht zu meinen Altvorderen ein.

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